Zeit und Kinder | Aennies Fuchs

5/19/2014

Hallo ihr da draußen!

Nach langer Durststrecke habe ich Euch heute wieder ein paar Bilder mitgebracht. In den letzten Tagen und Wochen gab es privat bei mir viele Höhen und Tiefen. Einiges hat sich hier hinter den Kulissen angesammelt, was ich Euch jetzt nach und nach zeigen werde. Auch meine neuen eBooks mussten (mal wieder) zurückstecken. Aber so ist das manchmal einfach im Leben, es läuft nicht immer alles nach Plan, ist glatt geföhnt und schön. Zwei kleine wilde Jungs brauchen besonders in der Trotzphase mit drei Jahren und im Selbsterkennungsprozess mit 16 Monaten ganz viel Aufmerksamkeit, Liebe und Zuwendung. Diese Zeit kommt einfach nicht zurück und ich möchte es später nicht bereuen, nicht für beide da gewesen zu sein, nur weil mir meine Arbeit so wichtig war (und ist). Irgendwann sind die Kräfte einfach nicht mehr ausreichend, um jede Nacht, sieben Tage die Woche bis mindestens 03.00 Uhr zu arbeiten und morgens um 05.30 Uhr wieder aufzustehen, weil die Nacht beim kleinsten schon wieder vorbei ist. Zeit ist kostbar - und das vor allem bei und mit unseren Kindern. Wie vergänglich die Zeit ist, sollte jedem von uns klar sein. Sie kommt nicht einfach wieder, man kann sie nicht zurückdrehen oder gar anhalten.



Natürlich liebe ich meine Arbeit und jeder Schritt, den ich mache, mache ich aus vollem Herzen. Es dauert nur manchmal einfach was länger. Und wenn mir nun eins ganz klar geworden ist, dann, dass meine Kinder das Wertvollste im Leben sind - und das zu jeder Tageszeit, 7 Tage die Woche, jedes noch kommende und da gewesene Jahr.




Jannik ist mittlerweile schon 3,5 Jahre alt. So ein richtiger kleiner Schelm. Frech. Neugierig hoch drei. Sitzt nie still. Raubt mir manchmal wirklich den letzten Nerv. Wirklich, so richtig. Manchmal könnte ich wie Wild in ein Kissen brüllen, wenn er mal wieder überhaupt nicht hört und sein Ding durchzieht. Er denkt, er wäre schon ein ganz großer. So ein richtiger Kerl. Ist er natürlich noch nicht und das ist auch gut so. Neben all den Wutatacken gerade, den endlosen Disukssionen warum es zum Frühstück kein Eis gibt oder warum ein kleiner Bruder ungern mit voller Wucht mit der Schüppe zurückgehauen wird, gibt es diese großartigen Momente am Tag, die einen aufatmen lassen. 




Diese Momente, wenn er friedlich mit seinem kleinen Bruder spielt und ihm alles erklärt, er mich zum sechsten Mal in Memory besiegt oder mir die schönsten Geschichten erzählt. Es ist halt alles nur eine Frage der Zeit oder der Phase, aber es geht vorüber und die Zeiten können nur besser werden. Frech und Wild wird er wohl immer bleiben, aber um ehrlich zu sein liebe ich gerade das an ihm so sehr.



Und Milo? Der wächst und wächst und macht Unsinn und wächst...
Und kommt jetzt, ganz ungeplant, schon in den Kindergarten. In 2,5 Monaten geht es schon los. Wahnsinn! Nicht nur das ich dann auch wieder Zeit habe vormittags zu arbeiten, nein viel mehr dieser wahnsinnige Schritt, den ich bei Jannik noch so weit hinauszögern konnte. Ich wollte nie meine Jungs vor dem dritten Geburtstag im Kindergarten haben. Aber manchmal nützt einem der beste Plan und die größte Überzeugung nichts, wenn man sein Kind sieht, wie es bei etwas voll und ganz aufgeht. Und das ist bei Milo definitiv der Kindergarten. Als eher ruhigeres Kind hätte ich mir niemals Träumen lassen, dass er so einen starken Drang hat, flügge zu werden. Aber es tut ihm gut. Es wird mir gut tun. Und somit wird es uns alles was bringen.




Ich bin jedenfalls dankbar und froh zwei so wundervolle Wildfänge zu haben, jeder ist auf seine Art ein ganz besonderer kleiner Mensch. Auch wenn es nicht immer leicht ist und man nicht immer die Zeit für sich selber hat, um die ganzen Ideen die einem im Kopf rum schwirren umzusetzen, der Arbeit strikt nach Plan nach zu gehen oder einfach mal die Seele baumeln zu lassen mit einem Tee, die Zeit bringt nichts zurück. Und unsere Kinder werden mit jedem Tag älter. Selbstständiger. Irgendwann brauchen sie uns nicht mehr so wie sie uns besonders im jungen Alter brauchen.



Lasst Euch nicht vom Alltag stressen. Lasst Euch nicht von der Arbeit hetzen. Saugt jeden Tag in Euch auf, so, wie es auch Eure Kinder tun!

Verwendete Stoffe:
Fuchs Jersey | Herr Fuchs von Aennie über Laura und Ben
Uni Jersey | Laura und Ben
Plottermotive | Laura und Ben
Webband | Laura und Ben
Weste Außenstoff | Grinsestern

Schnitte:
Weste | Krumme-Nadel
Hose Rabatzz | Krumme-Nadel
Raglan Shirts | Krumme-Nadel
Beanie Caps | Krumme-Nadel

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12 Kommentare

  1. Du hast so verdammt recht.
    Die Zeit rennt so unheimlich schnell und wir werden die Uhr niemals zurück drehen können um evtl etwas zu verbessern, nachzuholen oder mochmal zu erleben. Was wir tun ist passiert und wir sollten mit jeder Faser unseres Körpers genießen und mit offenen Augen durch die Welt gehen.
    Vieles ist wichtig, aber nur manches ist richtig wichtig- vorallem unsere Kinder.
    Die trotzigen, die rotzigen, die schmusigen, die lieben, die klammernden und die anstrengenden' die engel.
    Auch wenn sie uns den letzten Nerv rauben können, so können sie uns wenige Minuten später doch zu Tränen rühren! Eines sollten wir nicht vergessen, all ihre Verhaltensweisen sind Teil ihrer Entwicklung und prägen sie für's Leben.
    Wir haben das Glück soetwas kostbares erleben zu dürfen <3

    Schön hast du es in Worte gefasst und so entzückend mit den tollen Fotos untermalt.

    herzallerliebste Grüße
    herzschlaggebend-nina.

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  2. Ich denke Du sprichst vielen Menschen aus der Seele - mir auf jedenfall!
    Menschen mit vielen Aufgaben - Mama sein, Teilzeitjob, Nähen,...... und dabei oder dazwischen das Leben und Genießen nicht vergessen.
    Die genähten Sachen finde ich bezaubernd! Besonders die Beanies mit Schirm wären klasse für meine Jungs (6 & 11)
    Liebe Grüße
    Anke

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  3. liebes du machst alles genau richtig... deine sachen sind wie immer ein traum und die jungs sind nicht nur frech und wild, sondern werden auch jeden tag schöner <3 wie die mama eben <3

    drück dich ganz doll <3

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  4. Hachz, ja, so is das wohl mit kindern. Steckt man mitten drin, wartet man auf das ende einer anstrengenden phase, ist sie vorbei, packt einen die angst! Mein sohn ist gerade 3 geworden und steckt mitten im trotz! Gleichzeitig ist er so liebevoll und zärtlich wie nie zuvor. Ich muss mir unbedingt mehr zeit nur für ihnnehmen und geduldiger sein...
    deine sachen sind total süß! Mir gefällt besonders der graue stepper! Der is so schön mit rot!

    liebe grüße
    christina

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  5. hach... liebe Sabine ...
    da komme ich natürlich erst einmal her, um die tollen Bilder zu bewundern und das Ende vom Lied ist, dass ich mir ein Tränchen wegwischen muss ;) So schön hast du das geschrieben! Da ich gerade selbst an so einem Punkt bin, dass das kleine Baby in die Kinderkrippe kommt, geht es mir ganz ähnlich, so dass ich in den letzten Tagen das Internet bewusst vernachlässigt habe. Gut ist das - sehr gut!
    Aber ich freue mich so wahnsinnig. was du für schöne Sachen genäht hast!
    Auch ich bin besonders von den Mützchen angetan ;) Und von der Weste! Ja, von der tollen Weste! (ich musste nochmal kurz hochscrollen, um sie nochmal zu bewundern <3) Und das Fuchswebband an der Hose und das Shirt ... hach ...
    Und deine Jungs sind so zuckersüß und ihnen springt der ganze Schalk, den du beschrieben hast, aus den Augen ;)
    Ganz liebe Grüße und herzlichen Dank
    aennie

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  6. Meine Liebe, Du hast Recht! Absolut Recht und letztlich freue ich mich sehr darüber, dass Du diesen Blogpost so aus vollem Herzen schreiben kannst. Manchmal saugt einen das Mama-Dasein auf und man kämpft und kämpft dagegen an, versucht hier und da noch ein paar Minuten für sich und seine Arbeit/seine Interessen rauszupressen. Das Ergebnis ist letztlich immer nur Frust - auf allen Seiten (und man weiß ja dann immer selbst: besser wird die Arbeit nicht :-D). Ich wünsch Dir, dass Du diese Gelassenheit und das Wissen, dass Deine Arbeit trotzdem noch wertvoll bleibt, auch wenn sie eben später als geplant fertig wird, ganz tief verinnerlichst und dass Dich beides durch weitere anstrengende Phasen trägt! Und ja: kleine Kinder SIND anstrengend - aber sie haben nur uns und niemanden sonst!

    Ich drück Dich fest,
    Caro

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  7. Uhi.. da muss ich jetzt aber wirklich gerade mal ganz kräftig meinen Kloß im Hals runter schlucken!
    Du hast soooo unheimlich Recht in allen Dingen die du da schreibst! *zustimmend nicke*
    Oft tut es mir am Abend schon Leid, wenn ich das Kind nicht Kind sein lassen habe, es manchmal auch zu Unrecht bzw. zu schnell zurechtgewiesen habe. Einfach weil es MIR gerade nicht in den Kram passte. Ich doch sooo viele andere Dinge noch zu erledigen hatte/habe. Anstatt einfach mal Inne zu halten und vielleicht selbst ein bißchen mehr Kind wieder zu sein!
    Danke für deine "anstubsenden" Worte!

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  8. Liebe Sabine,
    Toll genäht und noch toller geschrieben! Du hast so recht, ich mach mir momentan die gleichen Gedanken. Wie schlimm ist es eigentlich, ständig zu den Kindern sagen zu "müssen" Wart mal schnell, ich mach das noch kurz, gleich ok, später...? Fürchterlich! Und wie schnell werden sie doch groß. Und dann kommt das große Jammern um die vergangene Zeit. Ja, wir sind schon selbst schuld teilweise. Es ginge oft auch anders. Dessen müssen wir uns immer wieder bewusst werden!
    Danke dafür!

    Liebe Grüße, Verena

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  9. Genau! Das hab ich mich auch gedacht!!! Ich war sehr gerührt von Deinem Post! Manchmal ist die Entdeckung der Langsamkeit bei vielen Sachen unumgänglich. Kinder haben andere Uhren... Für sie ist Zeit so etwas Großes.... Unendlich langes und wir? Bei uns ist sie viel zu schnell vorbei... Das merkt man dann wenn sie groß sind. Pass auf deine Gesundheit auf, liebes!!!! So wenig Schlaf auf Dauer ist nicht gut.
    Es drückt Dich die Ina

    PS: Deine Fuchs Sachen sind der Wahnsinn!!! Ein Traum! ♥️

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  10. da sprichst du wohl jeder berufstätigen Mama aus der Seele - jede dieser Mamas zerreißt sich täglich und hat allem gegenüber ein schlechtes Gewissen... ich vernachlässige meine Arbeit... - ich vernachlässige meine Kinder... hach. Auch ich bin gerade in der Phase, in der auch mal andere Dinge - Kinder, Familie, Freunde - viel wichtiger sind als die liebe Arbeit... - in diesem Sinne - genieße deine beiden Wildfänge!!! LG, Yvonne

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  11. So süss deine zwei WIldfänge! Geniess die zwei Rabauken so gut du kannst! Lass dich ncht hetzen!
    Alles Liebe, Mara

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